Rittershausstr. 26-28, Bonn

Das denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus aus dem Jahr 1903, welches von Architekt und Baumeister Jean Butscheidt als Doppelhaus konzipiert wurde, besteht aus insgesamt 10 Wohneinheiten verteilt auf drei Vollgeschosse und das ausgebaute Dachgeschoss. Im Rahmen der Projektentwicklung wird das Dachgeschoss um eine Ebene im Bereich der Dachspitze nebst jeweils einer Dachterrasse erweitert. Hierdurch entstehen zwei völlig neu gestaltete, zeitgemäße, charmante Maisonette-Wohnungen in dem historischen Gebäude.

Das Objekt ist Bestandteil eines geschlossenen Straßenzugs innerhalb eines in seiner Gesamtheit nahezu vollständig erhaltenen mittelständischen Wohnquartiers des späten 19./frühen 20. Jahrhundert.

Wesentliche charakteristische Merkmale sind das reichhaltige Jugendstildekor der Fassade sowie flächendeckender Wand- und Deckenstuck innerhalb der Wohnungen. Weitere Altbauelemente wie das Treppenhaus, Wohnungseingangstüren, Dielenböden sowie Innentüren sind weitestgehend erhalten.

Baujahr:1903
Standort:53113 Bonn-Südstadt
Objektart:Mehrfamilienhaus (Denkmal)
Objektgröße:1.215 m²
Ankauf:2016
Weitere Objektdaten:Das Objekt besteht aus 10 Wohneinheiten
Wohnungsgrößen:63,5m² – 152m²
Kaufpreise:259.000€ – 719.000€

Geschichte:

Die ca. 200 Meter lange Rittershausstraße gehört zu den schönsten Südstadtstraßen. Ihren Namen verdankt sie dem Kaufmann, Freimaurer, Lyriker und Rezitator Friedrich Emil Rittershaus (1834-1897). Der Dichter des Westfalenliedes (Da ist´s, wo meine Wiege stand, o grüß dich Gott, Westfalenland) wurde als Sohn eines Fabrikanten in Barmen geboren. Der Besitzer des 1903 errichteten Hauses Rittershausstr. 26-28 wollte sein Andenken der Nachwelt auf besondere Art erhalten. An dem prunkvollen Doppelhaus ist das Bild des Bauherrn zu sehen, wie er den Handwerkern letzte Anweisungen erteilt.

Die Jugendstilfassade stammt vom Architekten Jean Butscheid. Immer wieder entdeckt der Betrachter rosen-, girlanden- und lorbeergeschmückte Wappenschilder sowie markige Ritterköpfe, die mittelalterliche Tugenden beschwören.

Lage:

Das Quartier südlich von Hofgarten und Poppelsdorfer Allee ist bei Alt- und Neu-Bonnern gleichermaßen beliebt. Zusammen mit der benachbarten Weststadt gilt es als Deutschlands größtes Gründerzeitviertel. Von Krieg und Sanierungswut fast unberührt, blieben die zumeist herrschaftlichen Häuser so erhalten, wie sie zwischen 1860 und dem Beginn des Ersten Weltkrieges gebaut wurden.

Viele Familien leben hier, ebenso Studenten, die es nicht weit zur Uni haben. Durch die vielen Bäume in den Straßen wirkt die Südstadt sehr grün, Restaurants und Kneipen laden zum Ausgehen ein. Shopping-touren ins Zentrum lassen sich zu Fuß erledigen.

Die Nahverkehrsanbindung ist in wenigen Gehminuten zum Bonner Talweg zu erreichen. Über die Reuterstraße ist die BAB 565/555 ebenso sehr gut erreichbar.